Die Tatsache, dass Wasserstoff nur 0,02 mJ zum Entzünden braucht und in einer Konzentration von 4% bis 75% in der Luft verbrennt, macht ihn in geschlossenen Generatorbereichen wirklich gefährlich. Selbst ein winziger Funke von elektrischen Geräten oder statischer Elektrizität könnte ein Feuer auslösen, zumal Wasserstoffflammen fast unmöglich zu sehen sind, bis es zu spät ist. Wasserstoff bewegt sich etwa 14 mal schneller als normale Luft nach oben, also neigt er dazu, sich direkt unter Decken und um die Generatoren herum zu sammeln. Ohne ein ordnungsgemäßes Lüftungssystem können diese Wasserstofftaschen innerhalb weniger Minuten gefährliche Werte über 4% erreichen. Laut NFPA 2 müssen Generatorräume mindestens einmal pro Stunde vollständig Luft ausgetauscht werden. Studien zeigen, daß, wenn Abluftöffnungen zunächst an der Decke statt an den Wänden wie bei den meisten Anlagen angebracht werden, das Risiko einer gefährlichen Schichtbildung um etwa 92% verringert wird. Das macht Sinn, wenn man darüber nachdenkt, wie Wasserstoff natürlich steigen will.
Wenn Bauteile aus Kohlenstoffstahl in Generatorzuführsystemen zu lange in Umgebungen mit hohem Wasserstoffdruck stehen, leiden sie unter einer sogenannten Wasserstoffumgebungsembrittlement (HEE). Das Problem tritt auf, wenn atomarer Wasserstoff in die metallische Gitterstruktur eindringt und dadurch bewirkt, dass die Materialien ihre Fähigkeit verlieren, sich vor dem Brechen zu verformen. Wir sprechen hier von einem dramatischen Abfall der Duktilität, manchmal bis zu 60 %, was bedeutet, dass Komponenten unerwartet reißen können, selbst wenn sie unterhalb der Hälfte ihrer normalen Druckgrenzen betrieben werden. Die finanziellen Auswirkungen sind ebenfalls nicht unerheblich. Laut aktueller Forschung des Ponemon Institute entstehen Unternehmen bei solchen Embrittlement-Vorfällen durchschnittlich Kosten in Höhe von rund 740.000 US-Dollar. Deshalb ist die Wahl des richtigen Materials so entscheidend. Hier zeichnet sich der austenitische Edelstahl der Güteklasse 316L aus, der im Vergleich zu normalem Kohlenstoffstahl in Wasserstofferzeugungsanlagen etwa fünfmal besser gegen Embrittlement widersteht. Industriestandards wie NFPA 2 und ISO 19880-8:2020 sind übrigens keine bloßen Empfehlungen. Sie schreiben ausdrücklich Prüfungen auf Verträglichkeit für alle Bauteile vor, die mit Wasserstoff in Berührung kommen, um sicherzustellen, dass Hersteller bei diesem kritischen Sicherheitsaspekt keine Kompromisse eingehen.
Diese Gefahren verstärken sich, wenn Generatoren in der Nähe von Lagervorrichtungen betrieben werden, was integrierte Sicherheitsprotokolle erfordert, die sowohl unmittelbare Brandgefahren als auch fortschreitende Materialausfälle berücksichtigen.
Die Norm NFPA 2 zusammen mit ISO 19880 legt die grundlegenden Sicherheitsregeln für Wasserstofferzeugungssysteme fest, die auch Speicherkomponenten umfassen. Diese Richtlinien verlangen, dass überprüft wird, ob die in Ventilen, Rohren und Druckbehältern verwendeten Materialien der Einwirkung von Wasserstoffgas standhalten können, wodurch dem Problem der Metallversprödung begegnet wird, das bei früheren industriellen Ausfällen auftrat. Die Normen schreiben Sicherheits-Überdruckentlastungseinrichtungen, ausreichende Abstände zwischen Lagerräumen und möglichen Zündquellen sowie zuverlässige Lüftungsüberwachungssysteme vor, die bei Bedarf automatisch aktiviert werden. Laut NFPA 2 müssen Generatorräume mindestens einen vollständigen Luftaustausch pro Stunde gewährleisten. Die ISO 19880-8:2020 geht hingegen noch weiter und schreibt automatische Leckdetektoren vor, die empfindlich genug sind, um Wasserstoffkonzentrationen unter 1 % zu erkennen – ein sicherer Bereich unterhalb der Verbrennungsgefahr. Um konform zu bleiben, müssen Anlagen ihre Tanks alle fünf Jahre durch unabhängige Experten zertifizieren lassen. Notabschaltprotokolle sollten klar dokumentiert sein und durch regelmäßige Druckmessungen sowie Integritätstests gestützt werden, die zeigen, dass die Sicherheitsreserven auch jenseits normaler Betriebsbedingungen erhalten bleiben.
Die Einrichtung von Wasserstoffgeneratoren erfordert den Umgang mit einer Vielzahl von Vorschriften auf verschiedenen staatlichen Ebenen. Anlagen, die mehr als 1.500 Pfund Wasserstoff verarbeiten, unterliegen den OSHA-Vorschriften zum Prozesssicherheitsmanagement gemäß 29 CFR 1910.103. Dies bedeutet, dass ordnungsgemäße Risikobewertungen durchgeführt, die Integrität der Ausrüstung gewahrt und sichergestellt werden muss, dass das Personal über die erforderliche Fachkompetenz verfügt. All diese Sicherheitsmaßnahmen müssen zudem mit den Anforderungen des International Fire Code, Kapitel 53, vereinbar sein. Diese Norm regelt unter anderem elektrische Systeme, die keine Funkenbildung verursachen, sowie Mindestabstände von Tanks zu Grundstücksgrenzen. Die meisten Städte orientieren sich an den Richtlinien der NFPA 55, wenn sie Grenzwerte für die Menge des lagerbaren Wasserstoffs je nach Gebäudetyp festlegen. Einige Regionen legen zusätzliche Vorschriften hinsichtlich Erdbeben oder umweltbezogener Aspekte fest, was besonders wichtig ist für im Freien aufgestellte Tanks. Regelmäßige Prüfungen alle drei Monate helfen sicherzustellen, dass alle diese Standards eingehalten werden, insbesondere bei der Überprüfung von sekundären Auffangsystemen und der Dokumentation der tatsächlichen Leistung von Lüftungsanlagen im Betrieb.
Auf dem heutigen Markt haben Druckbehälter der Typenklasse III (diese aus Kohlenstofffaser um eine Aluminiuminnenhülle gewickelt) und der Typenklasse IV (Kohlenstofffaser auf thermoplastischer Basis) sich als Standardlösungen zur Speicherung von Wasserstoff direkt an der Entstehungsstelle etabliert. Die Modelle der Klasse III bewältigen typischerweise Drücke zwischen 300 und 700 bar und zeichnen sich durch hohe Schlagzähigkeit sowie Widerstandsfähigkeit gegenüber den ständigen Vibrationen aus, wie sie in vielen industriellen Umgebungen vorkommen. Die Behälter der Klasse IV hingegen überschreiten die 700-bar-Grenze und eliminieren vollständig das Risiko einer Versprödung, da ihre Innenhüllen gänzlich metallfrei sind. Diese eignen sich besonders gut für die direkte Verbindung mit Wasserstoff-Generatorspeisesystemen. Beide Typen sind mit speziellen thermischen Druckentlastungsvorrichtungen, sogenannten TPRDs (Thermal Pressure Relief Devices), ausgestattet. Werden diese Geräte bei Bränden zu stark erhitzt, leiten sie automatisch Wasserstoffgas ab. Dies ist eine äußerst wichtige Sicherheitsfunktion, insbesondere in engen Generatorräumen, in denen Explosionen katastrophale Folgen hätten.
Eine horizontale Montage der Ausrüstung hilft dabei, Überlappungen mit den Aufstellflächen dieser Generator-Skids zu vermeiden, und das Stapeln von Modulen erleichtert die Erweiterung der Kapazität bei Bedarf. Wenn die Umgebungstemperaturen etwa 55 Grad Celsius erreichen, weisen Typ-IV-Speichertanks laut Studien des Energy Storage Journal aus dem vergangenen Jahr tatsächlich rund 30 Prozent bessere Sicherheitsspielräume im Vergleich zu herkömmlichen Stahltanks auf. Außerdem sind diese Tanks unter ähnlichen Bedingungen ungefähr 19 % weniger anfällig für Leckagen. Auch an Standorten mit beengtem Platzangebot sind unterirdische Typ-III-Anlagen weiterhin möglich. Diese Installationen lassen sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur integrieren, ohne Wartungszugänge für Generatoren zu beeinträchtigen oder notwendige Luftströmungswege für eine ordnungsgemäße Belüftung zu blockieren.
Da Wasserstoff sich so leicht in der Luft ausbreitet, ist eine ordnungsgemäße Belüftung unbedingt erforderlich, um austretendes Gas einzufangen, bevor es sich auf gefährliche Konzentrationen anreichern kann. Systeme, die auf Deckenhöhe installiert sind, arbeiten am effektivsten, da sie ein Aufwärtsstrommuster erzeugen, das den Wasserstoff genau dort erfasst, wo er sich von Natur aus sammelt. Diese Anlagen bewältigen typischerweise etwa 12 bis 15 vollständige Luftwechsel pro Stunde und halten die Wasserstoffkonzentration damit deutlich unter der kritischen Marke von 4 %, ab der die Luft entzündlich wird. Gleichzeitig helfen Lüftungsöffnungen in Bodennähe, einen gleichmäßigen Luftstrom über den gesamten Raum zu gewährleisten und tote Zonen zu vermeiden, in denen sich Gas nach einem Leck ansammeln könnte. Laut Computermodellen, die Strömungsmuster simulieren, reduziert diese Anordnung das Risiko von Schichtbildung um nahezu 92 % in Generatorräumen mit einem Volumen unter 500 Kubikmetern. Dadurch eignen sich diese deckenbasierten Systeme weitaus besser für das Sicherheitsmanagement als ältere, an Wänden montierte Alternativen, die die besonderen Eigenschaften von Wasserstoff nicht annähernd so effektiv berücksichtigen.
Eine effektive Leckageerkennung erfordert die Abstimmung der Sensortechnologie auf das Anwendungsrisiko und den räumlichen Maßstab:
| Parameter | Laserabsorptionssensoren | Elektrochemische Sensoren |
|---|---|---|
| Erfassungsbereich | 0–100 % LFL (0–40.000 ppm) | 0–4 % LFL (0–1.600 ppm) |
| Reaktionszeit | <1 Sekunde | 10–30 Sekunden |
| Kalibrierhäufigkeit | Halbjährlich | Vierteljährlich |
| Falschalarmrate | 0,3 % (gemäß ISO 26142) | 2,1 % (gemäß ISO 26142) |
| Betriebslebensdauer | 10+ Jahre | 3–5 Jahre |
Laser-Absorptionsensoren ermöglichen eine Echtzeitüberwachung über gesamte Bereiche mithilfe offener Strahlwege. Sie eignen sich besonders gut in großen Generatorgehäusen, wo sich Gase schnell ausbreiten und frühzeitige Warnungen erforderlich sind. Elektrochemische Sensoren hingegen sind ideal, um gezielt bestimmte kritische Stellen wie Flansche oder Ventilstämme zu überwachen, benötigen jedoch häufiger Kontrolle und Austausch als die laserbasierten Modelle. Heutzutage setzen die meisten Anlagen auf eine sogenannte Schichtenstrategie. Installieren Sie die Lasersensoren in der Nähe der Decke, um großflächige Gasbewegungen zu erkennen, und platzieren Sie Bündel elektrochemischer Sensoren direkt an den Verbindungsstellen, an denen Leckagen auftreten neigen. Diese Konfiguration erfasst typischerweise etwa 99,6 Prozent aller Leckagen, bevor die Konzentrationen auch nur 10 % des unteren Explosionsgrenzwerts erreichen. Das System erfüllt alle Anforderungen der NFPA 2-Norm sowie der neuesten ISO 19880-8:2020-Richtlinien für die Sicherheitsleistung.
